Bach: Kartenvorverkauf für Bachfest Leipzig 2008 startet heute

Jennifer Bröcher. Vom 13. bis zum 22. Juni 2008 wird die Musikstadt mit den historischen Wirkungsstätten des berühmten Thomaskantors wieder zu einem Zentrum für tausende Bachfreunde aus aller Welt. Das Motto der insgesamt über 100 Veranstaltungen lautet „Bach und seine Söhne“ und beleuchtet die maßgebliche Rolle, die die Musikerfamilie Bach in der Zeit während des Übergangs vom Barock zur Klassik gespielt hat und ihre Wirkung auf nachfolgende Musikergenerationen.

Herausragende Ensembles und Künstlers erweisen Leipzig die Ehre: Erwartet werden u. a. Sir Roger Norrington, La Stravaganza Köln, Collegium Vocale Gent (Chor und Orchester), die Rheinische Kantorei, Das kleine Konzert und Hermann Max, die Akademie für Alte Musik Berlin und die Academy of Ancient Music mit Richard Egarr. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wird als ein „Orchester in residence“ außer dem Abschlusskonzert noch zwei weitere Konzerte bestreiten. Zu hören sind die großen geistlichen und weltlichen Werke ebenso wie intime Kammermusiken. Interpretationen in jazzigem oder alternativem Gewand, die auch in Szene-Kneipen und zu Open-Air-Bühnen führen, sowie Orgelfahrten, Familienveranstaltungen und Vorträge belegen den Facettenreichtum des Leipziger Bachfests. Neu ist die Darstellung des Gesamtprogramms in sieben, farblich gekennzeichneten Konzertreihen. Sie ermöglichen es den Besuchern, gezielt ein individuelles Bachfest-Programm zusammenzustellen. Via: Lizzy Online

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Salzburger Festspiele: Und alle sind Erben des großen Bach

Maurizio Pollini mit Schumann und Chopin im Festspielhaus.
Gegensätzliches zur Einheit zu fügen, Verwandtschaften mit dem hoch geschätzten E. T. A. Hoffmann aufzuspüren und sich gleichzeitig Gedanken über die schwierige eigene Befindlichkeit zu machen: All das schwingt in Schumanns Kreisleriana“ mit. Und zuletzt, im ausdrücklich „schnell und spielend“ zu exekutierenden Finalstück, lässt der Komponist keinen Zweifel, wen das „Tiefcombinatorische, Poetische und Humoristische der neueren Musik“ zum Urheber hat: Johann Sebastian Bach.
Mit einem fast die Grenzen seiner hervorragenden manuellen Fertigkeit sprengenden Tempo stürzte sich Maurizio Pollini in dieses Finale. Souverän stellte er die Stimmen einander gegenüber, setzte selbst in komplexesten Momenten auf höchste Transparenz, vergaß nicht auf die harmonische Vielfalt hinzuweisen.

Pollini war nie ein Pianist des äußerlichen Effekts. Es ist ein intimes Feuer, das in ihm lodert. Manchmal lässt er sich vom melodischen Fluss dazu hinreißen mitzusingen. In seiner Körpersprache, auch im Ausdruck bleibt er selbst in den virtuosen Passagen diskret, setzt Grandezza an die Stelle des üblichen brillanten Überschwangs. Bis ins Detail durchdachte Diskretion lautet Pollinis Konzept. Das schließt aufrauschende Gestik, mitreißenden Schwung nicht aus, beschert – wie eben bei den „Kreisleriana“ sowie dem zuvor präsentierten, etwas zu distanziert begonnenen frühen Schumannschen h-Moll-Allegro – berührende Momente in den geradezu impressionistisch gefärbten langsamen Abschnitten. Via: diepresse.com

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Bach im Dialog mit der Moderne

Steven Isserlis und Maggie Cole bei Potsdams Musikfestspielen
SONJA BOERDNER

" Bach is God!" Mozart natürlich auch. Aber Bach ist für Steven Isserlis der göttlichste aller Götter am Musikhimmel. Was das für den britischen Ausnahmecellisten bedeutet, durfte das Potsdamer Festspiel-Publikum in der Ovidgalerie erleben. Bachs Sonaten für Viola da gamba bildeten den Rahmen des Konzerts. Dazwischen gaben Isserlis und die renommierte Pianistin Maggie Cole, die ihn auf dem Cembalo begleitete, Boccerini, Britten, Scarlatti und Bryars. Auch wenn der zeitliche Abstand groß ist zwischen dem frühen 18. und dem späten 20. Jahrhundert, die Dialoge der modernen Komponisten mit den barocken Meistern sind deutlich.

Isserlis verlieh jedem der Stücke das Höchste an emotionalem Ausdruck. Er spielt sein Instrument nicht nur, er umarmt es. Das echte Feuermann-Stradivarius-Viol-oncello von 1730 verschmilzt mit ihm zu einem einzigen Klangkörper, wenn er in die Musik versinkt, die ergrauende Lockenmähne fliegen lässt und die Augen verklärt nach innen blicken. Das ist mehr als Spielfreude. Wer den Virtuosen hört – und sieht – muss an Leidenschaft denken, an eine Notwendigkeit zu spielen, alles herauszuholen, was die Noten, das Instrument und er selbst zu geben haben. Via: www.maerkischeallgemeine.de

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Jazz von Bach bis Schumann

Dass Bach der Uropa des Jazz ist, wussten wir schon lange. Dass auch in Schumanns "Träumerei" echter Off-Beat steckt, das haben die Klazz Brothers entdeckt.

WEIMAR. Das Trio schlug im Weimarer Spiegelzelt erstaunliche Brücken zwischen den Stilen. Tobias Forster verjazzte am Flügel Bach und Brahms so selbstverständlich, als wäre dies die leichteste Übung; sein Bruder Kilian entlockte dem Kontrabass Gesangseinlagen und laszive Seufzer, während Tim Hahn am Schlagzeug coolste Rhythmen wob. Via: www.thueringer-allgemeine.de

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Bach-Archiv erwirbt Rarität

Neue Lieder nebst ihren Melodien von Johann Friedrich Doles, Leipzig 1750. Die Sammlung des Bach-Archivs Leipzig ist um eine bibliographische Rarität reicher. Aus Mitteln der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs konnte eines von weltweit nur drei bekannten Exemplaren von Johann Friedrich Doles’ „Neue Lieder nebst ihren Melodien“ aus Privatbesitz erworben werden. Durch den Vorsitzenden des Freundeskreises Burkhard Schreiber ist die kostbare Liedersammlung nun in die Obhut der Bibliothek des Bach-Archivs übergeben worden.

Die 1750 beim Leipziger Verleger Johann Gottfried Dyck in farbigem Einband (Format 24 x 20 cm) erschienene Sammlung für eine Singstimme mit Klavierbegleitung enthält Noten von insgesamt 25 Liedern. „Bemerkenswert ist vor allem das komplizierte Herstellungsverfahren, denn jede Seite wurde gleich zweimal bedruckt: Zunächst wurden die Noten per Kupferstich auf das Papier gebracht, dann folgte der Text im Buchdruckverfahren mit beweglichen Typen“, so Dr. Peter Wollny vom Bach-Archiv Leipzig. Via: www.newsropa.de

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Bach. Leben und Werk.

Die Biografie des Musikwissenschaftlers und Bach-Forschers Martin Geck gehört zu den seltenen Werken, die die Person Johann Sebastian Bachs umfassend zu würdigen vermögen. Das Buch verbindet eine Schilderung des vergleichsweise unauffälligen Lebens des Komponisten mit der geistreichen Analyse seiner Werke. Der nuancierte Erzählstil des Autors lässt das Bild eines umgänglichen und kunstbewussten Musikers entstehen. Ein aufschlussreiches Buch für Musik-Liebhaber zu einem aktuellen Anlass: Am 27. Juni 2000 jährt sich der Todestag Bachs zum 250. Mal.

Das Weihnachtsoratorium IV bis VI von Bach in der übervollen Friedenskirche zu Sanssouci

MATTHIAS MÜLLER

In einer übervollen Friedenskirche kann der Musikberichterstatter ohne Platzreservierung schon einmal einen ungünstigen Sitz ergattern. So ist der Eindruck auf dem letzten Stuhl hinter den Kesselpauken, unter dominierender Einwirkung des Chorsopran mit gleichseitiger, kostenloser Einführung in die tadellos geblasene Hornpartie, die Horn 1 und 2 der IV. Kantate vorbehalten sind, bis zu den drei Trompeten der VI. Kantate, wie ein selektiver Partiturauszug.

Mitnichten trübte das die fantastische Interpretation von Kammerakademie, Oratoriumschor und den Solisten Nathalie de Montmollin (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Achim Kleinlein (Tenor) und Thomas Wittig (Bass). Das Weihnachtsoratorium IV bis VI lag in der Gesamtverantwortung von Matthias Jacob. Auf dem "Sonderplatz" wurden ganz eigene Klang- und Wahrnehmungsebenen eröffnet. So ertönte die Echostimme, die von der Soloaltistin in der Sopranarie "Flößt, mein Heiland, flößt dein Name" übernommen war, aus direkter Nachbarschaft... Via: www.maerkischeallgemeine.de

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