Bach im Dialog mit der Moderne

Steven Isserlis und Maggie Cole bei Potsdams Musikfestspielen
SONJA BOERDNER

" Bach is God!" Mozart natürlich auch. Aber Bach ist für Steven Isserlis der göttlichste aller Götter am Musikhimmel. Was das für den britischen Ausnahmecellisten bedeutet, durfte das Potsdamer Festspiel-Publikum in der Ovidgalerie erleben. Bachs Sonaten für Viola da gamba bildeten den Rahmen des Konzerts. Dazwischen gaben Isserlis und die renommierte Pianistin Maggie Cole, die ihn auf dem Cembalo begleitete, Boccerini, Britten, Scarlatti und Bryars. Auch wenn der zeitliche Abstand groß ist zwischen dem frühen 18. und dem späten 20. Jahrhundert, die Dialoge der modernen Komponisten mit den barocken Meistern sind deutlich.

Isserlis verlieh jedem der Stücke das Höchste an emotionalem Ausdruck. Er spielt sein Instrument nicht nur, er umarmt es. Das echte Feuermann-Stradivarius-Viol-oncello von 1730 verschmilzt mit ihm zu einem einzigen Klangkörper, wenn er in die Musik versinkt, die ergrauende Lockenmähne fliegen lässt und die Augen verklärt nach innen blicken. Das ist mehr als Spielfreude. Wer den Virtuosen hört – und sieht – muss an Leidenschaft denken, an eine Notwendigkeit zu spielen, alles herauszuholen, was die Noten, das Instrument und er selbst zu geben haben. Via: www.maerkischeallgemeine.de

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