Bachkantate am 27. Januar 2008: BWV 18: Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt

Die Entstehung der Kantate für den heutigen Sonntag fällt in Bachs Weimarer Jahre. Vermutlich hat er sie für den Sonntag Sexagesimae des Jahres 1715 komponiert. Überschrift der Kantate: "Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt". Der Text knüpft an das Evangelium des Sonntags an. Nach evangelischer Leseordnung ist in den Gottesdiensten des heutigen Sonntags das Gleichnis vom Sämann zu hören. Ein Teil der Samen fällt auf den Weg und wird zertreten, ein anderer Teil wird von den Vögeln gefressen, ein Teil verdorrt, ein anderer Teil erstickt zwischen den Dornen. Einige Samenkörner aber fallen auch auf fruchtbaren Boden und bringen hundertfache Frucht.

Bach stellt dem mit einer einzigen Arie in seinen Gesangsteilen recht knappen Werk eine einleitende Sinfonia voran, die an einen Konzertsatz erinnert. Das Thema wird in den ersten vier Takten vorgestellt.

Der Sinfonie folgt das Rezitativ, das sich wortwörtlich an den Propheten Jesaja anlehnt, bei dem es heißt: „Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt". Das Rezitativ wird vom Solo-Baß übernommen, und das nicht zufällig, denn die Bassstimme ist bei Bach immer die Stimmlage Christi. Ganz typisch für Bachs frühe Kantaten: Auch dieses Rezitativ weist zahlreiche ariose Teilstücke auf. Via: www.domradio.com

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